Carl Vasquez: Gewölbe der vorzüglichsten Handelsleute, kolorierte Kreidelithografie, um 1835
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Ob beim Luxusausstatter in gediegener Atmosphäre oder im prächtigen Warenhaus mit modernster Ausstattung, in Wien ließ es sich gut einkaufen – zumindest für diejenigen, die genug Geld hatten.
Der "Wiener Geschmack" war berühmt: Damit war beispielsweise das Luxus- und Kunsthandwerk gemeint. Das Wien des 19. Jahrhunderts kann durchaus als 'Konsumstadt' bezeichnet werden. Schon damals fanden sich in bestimmten Gesellschaftsschichten wesentliche Merkmale des modernen Konsums: Eine Vielfalt an Waren, Werbung für diese Waren, 'bewusstes' Einkaufen (Freizeit, Vergnügen) und die 'Entstehung' von Konsumsubjekten. Die Einkaufsmöglichkeiten der KonsumentInnen waren freilich recht unterschiedlich: Während der Hof, der Adel und das Bürgertum etwa bei teuren HoflieferantInnen kauften, versorgten sich die sozialen Unterschichten auf (Tandler)Märkten und in Konsumgenossenschaften, wo die Waren billiger waren.