Jan van den Hoecke, Erzherzog Leopold Wilhelm im Gebet vor der Madonna, Gemälde, um 1650
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Viele Habsburger galten als besonders fromm und der katholischen Kirche ergeben, sodass man fast von einer 'erblichen' Familieneigenschaft sprechen möchte. Die Pietas Austriaca, die österreichische Frömmigkeit – wobei hier nicht Österreich als geopolitischer Begriff, sondern die Casa d’Austria, das Haus Österreich gemeint war – wurde in der Barockzeit als die wichtigste Tugend der habsburgischen Dynastie propagiert.
Im Zeitalter der Glaubensspaltung hielten die Habsburger der römischen Kirche kompromisslos die Treue. Der Katholizismus war de facto Staatsreligion im Reich der Habsburger. Durch fromme Stiftungen, Wallfahrten und Marienkult, aber auch durch Kompromisslosigkeit und Härte in der Religionspolitik wurde der Grundstein für einen barocken Kartholizismus gelegt, der die habsburgischen Länder für lange Zeit prägen sollte.