Werkstatt des Hofmalers Martin van Meytens: Ritterschlag nach der Krönungzeremonie; Zeremonienbild aus der Serie „Krönung Josephs II. zum Römischen König in Frankfurt am 3. April 1764“, Ölgemälde, 18. Jahrhundert
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In der habsburgischen Monarchie, wie sie seit 1526 im Entstehen begriffen war, entwickelte sich der kaiserliche Hof zur bestimmenden Integrationsplattform für den Adel der unter habsburgischer Herrschaft stehenden Territorien. Der Zusammenschluss ursprünglich sehr verschiedenartiger Länder zur habsburgischen Monarchie schuf neue Kriterien für die Adelsgesellschaften der einzelnen Länder, die dies teils als Chance, teils als Bedrohung sahen.
Das Resultat war eine Geschichte von Aufbegehren und Anpassung, Abschottung und Vernetzung. Die adeligen Eliten bekamen, nachdem die prinzipielle Vormachtstellung des Kaisers anerkannt und nicht mehr in Frage gestellt wurde, einen klar definierten Anteil an der Machtausübung zugewiesen, wurden dabei gezähmt und zu einem natürlichen Partner und Verbündeten der kaiserlichen Macht.