Monatsbild aus dem Zyklus "Das Bauernjahr", Gouache, drittes Viertel des 18. Jahrhunderts
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Weil die Bevölkerungszahl abnahm und die Preise für landwirtschaftliche Produkte seit dem späten Mittelalter sanken, fielen auch die Feudalrenten der Grundherren – das Einkommen aus den Diensten und Abgaben der bäuerlichen Bevölkerung – geringer aus. Um ihr Einkommen zu stabilisieren bzw. zu erhöhen, engagierten sie sich seit dem 15. Jahrhundert verstärkt in der Produktion für den lokalen und regionalen Markt. Neben dem Verkauf agrarischer Produkte bezogen die adeligen Grundherren ihr Einkommen auch aus neu errichteten gewerblichen Betrieben, für die sie zunehmend 'ihre' UntertanInnen heranzogen. Wichtige Zweige der grundherrschaftlichen Produktion waren die Vieh- und die Teichwirtschaft, die Brauhäuser und Tavernen sowie die (Papier)Mühlen, Glashütten und Sägewerke.