Das erste große Schreibzimmer (das sogenannte Nußbaumzimmer), ein schöner Raum, ganz in Holz und Gold gehalten, hatte wirklich mögliche Möbel ... Das zweite Schreibzimmer war wesentlich einfacher, hauptsächlich mit sogenannten hofaerarischen Möbeln ausgestattet. Besonders der Schreibtisch war mehr als geschmacklos, ein politiertes braunes Gebilde einer üblen Möbelkunst der 70er Jahre ... Die Wände dieses Zimmers und auch des Schlafzimmers sowie alle Möbel waren mit dunkelbrauner, schwerer Seide überzogen, die mit unregelmäßigen, grünen Efeublättern geschmückt war; es sah altväterlich, aber originell aus ... Es waren Möbel, wie sie in keinem besseren Haushalt mehr zu sehen waren.
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Gardeoffzier Erwein Lobkowicz über das Appartement Kaiser Franz Josephs in Schönbrunn (1916).
Zitiert nach:
Ottillinger, Eva B.: Kaiserliche Wohnkultur; in: Hamann, Brigitte/Hassmann, Elisabeth (Hrsg.): Elisabeth. Stationen ihres Lebens, Wien/München 1998, S. 38 – 45