Ein Ritter so geleret was Daz er an den buchen las Waz er dar an geschriben vant Der was hartman genannt, Un was ein diensteman von owe.
Es war einmal ein Ritter, der so gebildet war, dass er alles, was er in den Büchern geschrieben fand, lesen konnte. Er hieß Hartmann und war Lehnsmann zu Aue.
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Ein ungewöhnliches Dokument für adeliges Lesevermögen liefert Hartmann von Aue. 1190 schrieb er im Prolog zum „Armen Heinrich“ diese Zeilen, in denen sich der Autor als gebildeter Ritter auswies, der zumindest lesen konnte. Er betonte damit auch seine eigene Bildung – damit offenbarte er sich als gelehrter und kompetenter Erzähler.