Schilderung des Hetzamphitheaters in einem Brief vom 11. März 1776:


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Schilderung des Hetzamphitheaters in einem Brief vom 11. März 1776:
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Lassen Sie mich sie [die Hetze] ein wenig umständlicher beschreiben, denn Sie werden daraus auf den Geschmack eines Theils des Volks schließen können. Das Amphitheater ist von Holz mit drey Stockwerken gebauet. In der Mitte steht eine zugedeckte Wassergrube, oder ein sogenanntes Bassin. Nebst diesem ist ein hoher Baum, auf welchen sich im Falle der Noth […] die Hetzknechte retten und flüchten können. […] Rund umher sind ein und zwanzig Fallthüren, und drey große Hauptthore, aus jenen werden die Thiere, und aus diesen die Ochsen und Hunde herausgelassen. Man geht über eine ganz schmale Treppe hinauf, nimmt eine Loge, oder aber setzt sich in die Runde, wo man glaubt, den Kampf am besten sehen zu können. Im zweyten Stocke sitzt eine Troup Soldaten, welche alle rothe Röcke anlegen, und die Zuschauer mit einer elenden Musik (die man die türkische heißt) bis zum Anfange des Spektakels unterhalten müssen. […] Ich war ganz Aug, das erste streitbegierige Thier zu sehen, und was war es? – ein dürrer, ausgemergelter hungarischer Ochs. […] Die Hunde zerrissen dem Ochsen ganz jämmerlich die Ohren; das arme Thier brüllte vor Schmerzen gegen eine Viertelstunde, bis endlich die Hetzknechte ihm ein Sail um die Hörner warfen, ihn losmachten, und zurückführten. Hierauf kam ein Tanzbär […]. Während des ganzen Schauspieles bemerkte ich verschiedene Mienen, und Grimassen an den Zuschauern. […] Auch das zarte Geschlecht sah gierig zu, wie sich die armen Thiere zerreißen sollten. […] Da haben Sie nun den ganzen Begriff der hiesigen Hetze …

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Schilderung des Hetzamphitheaters in einem Brief vom 11. März 1776.

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