Holz war in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts sowohl für Gewerbebetriebe als auch für Privatpersonen nach wie vor der Energieträger Nummer eins. Entsprechend der steigenden Nachfrage waren die Preise für Holz regional recht unterschiedlich. Die Flößerei war bis zur Etablierung der Eisenbahn die einzige rentable Möglichkeit, Holz über weite Strecken zu transportieren und bot zahlreichen Menschen eine saisonale Beschäftigung.
Um die Bevölkerung und Industrie mit mehr Energie zu versorgen, forderten Maria Theresia und Joseph II. einerseits eine erhöhte Holzproduktion: Baumschulen, Fichtenmonokulturen und Aufforstungen sollten den Ertrag steigern. Andererseits reglementierten zahlreiche Verbote und Ordnungen wie die maria-theresianische Waldordnung von 1767 den Holzverbrauch – beispielsweise sollten unberechtigte Holzentnahmen strenger bestraft werden. Die bäuerliche Bevölkerung betrachteten diese obrigkeitlichen Verordnungen als einen Eingriff in ihre traditionellen Nutzungsrechte.
Weniger Holz verbrauchte der Sparherd, welcher seit dem Ende des 18. Jahrhunderts vor allem in Wien massiv beworben wurde und bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts allmählich das offene Feuer ablöste. Die Menschen versuchten außerdem, den Holz- und Energieverbrauch zu reduzieren, indem sie die Fenster verkleinerten oder mit Hilfe von Doppelfenstern besser abdichteten. Ungeliebt und wahrscheinlich auch wenig geeignet waren andere obrigkeitliche Maßnahmen: Berühmt wurde der sogenannte 'Sparsarg'. Nicht durchzusetzen waren außerdem die reduzierte Holzbauweise bei Häusern sowie Verbote von Johannisfeuern, Maibäumen und Holzschuhen.
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