Kaiser Franz Joseph I., Ölgemälde, um 1910
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Franz Joseph bestieg 1848 den Thron des Kaisertums Österreich. Sein Herrschaftsverständnis war von großem Pflicht- und Sendungsbewusstsein geprägt. Nach den Wirren der Revolution 1848 war er bestrebt, die Legitimität der monarchischen Herrschaft durchzusetzen und den auseinanderbrechenden Vielvölkerstaat zusammenzuhalten. Dabei sah er sich zu weitreichenden Konzessionen gezwungen, wie der Schaffung der Doppelmonarchie durch den Ausgleich mit Ungarn 1867 und der Zustimmung zu einer Verfassung.